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Diabetes Mellitus

Diabetes Mellitus

Benötigen Diabetes-Patienten medizinische Kompressionsstrümpfe?

Bei der Zuckerkrankheit, dem Diabetes mellitus, wirken sich die erhöhten Blutzuckerwerte auf viele Organe aus. An den Blutgefässen kann es einerseits zu Verschlüssen an den kleinsten ernährenden Gefässen kommen. Andererseits ist die Zuckerkrankheit auch ein Risikofaktor für arterielle Durchblutungsstörungen. Da die Durchlässigkeit der kleinen Gefässe erhöht ist, kann auch eine Schwellungsneigung besonders an den Füssen und Unterschenkeln auftreten. Darüber hinaus gibt es viele andere Gründe, die eine Schwellungsneigung verstärken oder auch verursachen können. Dazu gehören Krankheiten des Herzens und der Nieren aber auch chronische Venenkrankheiten, das Lymphödem oder langes Stehen und Sitzen. Auch einige Medikamente können Schwellungen (Ödeme) hervorrufen. 

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass bei vielen Diabetikern Kompressionsstrümpfe helfen können, Beine und Füsse schwellungsfrei zu halten und einen aktiveren Lebensstil zu führen.*

Kompressionsstrümpfe mit nach oben abfallendem Druck sind nachweislich wirksam zur Förderung des venösen Blutflusses, da sie zu einer Verbesserung der venösen Funktion aber auch zu einer verbesserte Aufnahme von Flüssigkeit aus dem Gewebe in die Venen und Lymphgefässe führen. Ein niedriger Druckbereich (bis zu 25 mmHg) im Knöchelbereich trägt dazu bei, Schwellungen sowie müde und schmerzende Beine und andere Symptome zu reduzieren. Bei höheren Kompressionsdrucken ist Vorsicht geboten. Sie können beim Diabetes mellitus kontraindiziert sein.** Als Diabetespatient sollten Sie immer Ihren Arzt um Rat bitten. Er kann beurteilen, welche Kompression für Sie richtig ist.

  * Wu Stephanie, et al. Control of lower extremity oedema in persons with diabetes with mild compression socks: a pilot study, 2011.
** Stemmer Robert. Strategies of treatment by compression and mobilisation. Switzerland: Ganzoni & Cie, 1995.