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Lymphödem

Lymphödem

Beim Lymphödem kommt es meist zu einer Schwellung einer oder mehrerer Gliedmassen sowie der angrenzenden Anteile des Rumpfes. So betrifft das Beinlymphödem beispielsweise sowohl das Bein als auch das Gesäss und den Genitalbereich. Auch andere Regionen wie Kopf oder Hals können betroffen sein. Das Lymphödem besteht aus einer eiweissreichen Flüssigkeit in Haut und Fettgewebe und entsteht durch ein Ungleichgewicht von Lymphproduktion im Gewebe und eingeschränktem Abtransport durch die Lymphgefässe. Die Neigung zum Lymphödem kann entweder angeboren sein oder die Lymphgefässe und/oder Lymphknoten können durch Verletzung, Operation und Entzündung geschädigt werden. 

Das Lymphödem ist eine chronische Erkrankung, die in der Regel zwar nicht geheilt aber mit Kompressionstherapie und anderen physikalischen Massnahmen wie der manuellen Lymphdrainage wesentlich gebessert werden kann. Unbehandelt wird das Lymphödem schlimmer und kann die Lebensqualität und die Mobilität erheblich beeinträchtigen. Eine häufige Komplikation des Lymphödems ist die bakterielle Infektion der Haut, das Erysipel. Es muss antibiotisch behandelt werden und kann das Lymphödem verschlechtern.

Wie viele Patienten sind betroffen?

Bei der Geburt ist bereits eine von 6000 Personen betroffen und entwickelt ein primäres Lymphödem. Die Häufigkeit (Prävalenz) des Beinlymphödems in der Bevölkerung wird auf ca. 2% geschätzt. In den entwickelten Ländern ist die Hauptursache für ein Armlymphödem weithin die Behandlung von Brustkrebs.

Was sind die Risikofaktoren?

Risikofaktoren für die Entwicklung eines Lymphödems sind neben der operativen Entfernung oder Bestrahlung von Lymphknoten bei Krebserkrankungen: 

  • Höheres Alter
  • Übergewicht
  • Weibliches Geschlecht
  • Sitzende Tätigkeit

und begleitende Veränderungen wie chronische Venenkrankheiten.

Klassifizierung der Lymphödeme

Es gibt das primäre und das sekundäre Lymphödem.

  • Primäre Lymphödeme sind das Ergebnis einer angeborenen Anomalie des Lymphsystems.
  • Sekundäre oder erworbene Lymphödeme entstehen durch Schäden an Lymphgefässen und / oder Lymphknoten oder funktionale Mängel. Sie können auch das Ergebnis eines Leistungsausfalls des lymphatischen Kreislaufs sein.  

Behandlung der Lymphödeme

Ziel der Behandlung ist es, das Lymphödem zu beseitigen und zu verhindern, dass die Extremität wieder anschwillt. Die Basis der Behandlung bildet die komplexe physikalische Entstauungstherapie, die im Wesentlichen aus der manuellen Lymphdrainage und der Kompressionstherapie besteht. Nach einer initialen Phase, in der das Volumen reduziert wird, werden Kompressionsstrümpfe getragen um den erreichten Zustand zu erhalten.

Wenn das Lymphödem nicht so ausgeprägt ist, reicht in der Erhaltungstherapie oft der Kompressionsstrumpf aus, um ein befriedigendes Ergebnis zu erhalten. Bei ausgeprägtem Lymphödem wird auch in der Erhaltungsphase zusätzlich die Lymphdrainage eingesetzt.  Als Ergänzung können Kompressionspumpen zur apparativen intermittierenden Kompression verordnet werden.

Tipps für zusätzliche Massnahmen beim Lymphödem:

  • Pflegen Sie Haut und Nägel
  • Essen Sie ausgewogen
  • Halten Sie ein optimales Körpergewicht
  • Vermeiden Sie zu enge Unterwäsche, Kleidung, Uhren und Schmuck
  • Tragen Sie bequeme, haltgebende Schuhe
  • Treiben Sie Sport
  • Vermeiden Sie Verletzungen
  • Vermeiden Sie extreme Kälte oder Hitze
  • Verwenden Sie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor und Insektenschutzmittel
  • Tragen Sie Ihre verordneten medizinischen Kompressionsstrümpfe von SIGVARIS täglich

Vorteile der Kompressionstherapie 

Kompressionsstrümpfe für Beine oder Arme sind die Grundlage jeder Behandlung von Lymphödemen. Sie reduzieren die Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe und verhindern, dass sich erneut ein Ödem bildet.  Sie verbessern Beschwerden, Mobilität und Lebensqualität der Patienten. Ohne Kompression sind alle anderen Behandlungsmassnahmen beim Lymphödem nicht ausreichend wirksam. Um die richtige Behandlung für Ihre Erkrankung zu erhalten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Behandlung von Lymphödemen mithilfe der Kompressionstherapie.

SIGVARIS-Lösungen bei einem Lymphödem

SIGVARIS bietet verschiedene Arten von medizinischen Kompressionsprodukten zur Behandlung und Linderung für Patienten mit Lymphödem. Für Lymphödeme der unteren Extremitäten sind Kompressions-Socken oder Strümpfe in verschiedenen Kompressions-Stufen erhältlich. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Behandlungslösungen.

Lymphedema may manifest as swelling of one or more limbs and may include the corresponding quadrant of the trunk. Swelling may also affect other areas, eg. head, neck, breast or genitalia. Lymphedema is the result of accumulation of fluid and other elements (eg. proteins) in the tissue spaces due to an imbalance between interstitial fluid production and transport. It arises from congenital malformation of the lymphatic system, or damage to lymphatic vessels and/or lymph nodes. 

Lymphedema is a chronic condition that is not curable at present, but may be alleviated by appropriate management; if not treated it can progress and become difficult to manage. 

How many patients are affected?

At birth, around one person out of 6 000 will develop primary lymphedema; the overall prevalence of lymphedema/chronic edema has been estimated as 0.13-2%. In developed countries, the main cause of lymphedema is widely assumed to be treatment for cancer.

However, it appears that about a quarter to a half of affected patients suffer from other forms of lymphedema, eg primary lymphedema and lymphedema associated with poor venous function, trauma, limb dependency or cardiac disease. 

What are the risk factors?

The true risk factor profile for lymphedema is not known. There may be many factors that predispose an individual to developing lymphedema or that predict the progression, severity and outcome of the condition.

Classification of lymphedema

Lymphedema is classified as primary or secondary.

  • Primary lymphedema is thought to be the result of a congenital abnormality of the lymph conducting system.
  • Secondary or acquired lymphedema results from damage to the lymphatic vessels and/or lymph nodes, or from functional deficiency. Infections from insect bites, serious wounds or burns can cause lymphedema when they damage or destroy lymphatics. Any type of surgery, serious injury, or radiation for cancer treatment can also cause the onset of the disease. It may also be the result of high output failure of the lymphatic circulation.

Treatment of lymphedema

Lymphedema has different stages of development. Compression garments can be used as prophylaxis or as part of intial management in patients who have mild upper limb lymphedema. The main use of compression garments is in the long-term management of lymphedema, usually following a period of intensive therapy. In general, the level of compression used to treat lymphedema o fhte upper limb is lower than that required for lower limb lymphedema.1

Some patients - especially thos who are post breast cancer treatment - may wear a low compression armsleeve (15-20 mmHg) to minimize the risk of developing lymphedema. This may be worn in "high risk" times such as during flying, exercise, or overuse of the arm in consideration. For those patients who have mild edema, or well decongested extremities, an armsleeve of 20-30mmHg might be appropriate. For a patient experiencing a high level of edema, there are several ways to achieve reduction by decongesting the limb, including manual lymphatic drainage and/or compression bandaging.

The result can be sustained by compression garments. Compression garments can be used as initial management in patients who have mild upper limb lymphedema with minimal subcutaneaous tissue changes and shape distortion. Where there is considerable soft pitting edema, multi layer lymphoedema bandaging will be required to reduce and stabilize the swelling prior to the application of compression garments.

Lower pressure compression garments also have a role to play in managing symptoms in a palliative context. 

How to minimize the risk of developing lymphedema?

  • Take good care of skin and nails
  • Follow a balanced diet
  • Maintain optimal body weight
  • Avoid tight underwear, cloting, watches and jewellery
  • Wear comfortable supportive shoes
  • Undertake exercise/movement and limb elevation
  • Avoid injury at risk
  • Avoid exposure to extreme cold or heat
  • Use high factor sunscreen and insect repellent
  • Use mosquito nets in lymphathic filariasis endemic areas
  • Wear compression garments if prescribed or recommended

1) Lymphoedema Framework: International Consensus. Best Practice for the Managment of Lymphoedema. 2006, pages 19-39