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Ein Engel in der Feuerwehr

Ein Engel in der Feuerwehr

Staufen bei Lenzburg, halb fünf Uhr morgens. Andrea und Marcel Engel schlummern vor sich hin, bis plötzlich der Klingelton von Marcels Smartphone die idyllische Ruhe stört. Andrea schreckt verwirrt hoch. Marcel reibt sich den Schlaf aus den Augen und blickt aufs Display. Feueralarm! Anscheinend ein Brand im benachbarten Lenzburg.

Alles Weitere ist Routine: Marcel zieht sich die Hausschuhe an, verabschiedet sich von seiner Frau Andrea und geht noch im Pyjama direkt zum Auto. Seine Feuerwehruniform und -stiefel sowie seine Kompressionsstrümpfe liegen fein säuberlich verstaut im Kofferraum. Schnell zieht er sich um. Auf der Fahrt zum Brandort fährt er kurz beim Feuerwehrmagazin vorbei. Die Einsatzwagen sind schon weg. Also macht er sich schleunigst auf den Weg zum Einsatzort.

Marcel ist seit rund 12 Jahren Feuerwehrmann. Er ist Abteilungsleiter Atemschutz, also einer, der mit der 15 Kilogramm schweren Sauerstoffflasche in die brennenden Häuser eindringt, um das Leben anderer zu retten. Es tönt dramatisch - und ist es auch. Es wird entsprechend viel trainiert: 35 Atemschutzübungen finden pro Jahr statt.

Eigentlich ist es fast ironisch: Marcel arbeitet als Schreiner. Holz ist für ihn ein besonderes Material: Es ist vielseitig einsetzbar, lässt sich verformen, riecht gut und ist beständig. Jedenfalls solange kein Feuer in der Nähe ist. Er stiess aber nicht des Berufes wegen zur Feuerwehr. Schon als Dreikäsehoch war sein Ziel der Atemschutz.

In der Feuerwehr ziehen alle am selben Strick und gehen füreinander im wahrsten Sinne durchs Feuer. Die Kollegialität und die Hilfsbereitschaft faszinieren Marcel bis heute. Böse Zungen behaupten gar, dass Marcel an einem Helfersyndrom leide. So ganz unrecht haben sie nicht. Neben der Feuerwehr übt er das Amt des Präsidenten im Turnverein Staufen aus und ist bei zig Dorfanlässen als Festwirtschaftsbetreiber unterwegs. Neinsagen liegt nicht in seinem Naturell. Marcel ist ein Schaffer. Ein stiller Schaffer.

Und jetzt ist er unterwegs nach Lenzburg und rechnet mit dem Schlimmsten, denn der glühende Himmel zeigt ihm den Weg. Das wird länger dauern. Dessen ist er sich sicher.

Als Marcel vor Ort ankommt, traut er seinen Augen nicht: Vier riesige Lagerhallen stehen in Flammen. Unverzüglich schreitet er zum Einsatzleiter. Viel ist nicht bekannt. Auch weiss niemand, ob sich Menschen im brennenden Inferno befinden. Nach kurzer Instruktion geht Marcel zu seinem Team, das nun ebenfalls vollzählig vor Ort ist. Mit Sauerstoffflaschen bepackt machen sich die ersten Kameraden bereit. Marcel ist per Funk mit ihnen Verbunden; und schon erhält er die ersten Informationen aus dem Feuer.

© KAPO Aargau © KAPO Aargau © KAPO Aargau

Fotos © KAPO Aargau

Nach rund 15 Minuten kommen die ersten zurück, und der nächste Trupp startet. Bisher deutet nichts darauf hin, dass sich Menschen in den Hallen befinden. Gott sei Dank! Trotzdem wird Verstärkung aus den Nachbargemeinden aufgeboten, um das Feuer möglichst schnell unter Kontrolle zu bringen. Denn die Gefahr ist gross, dass das Feuer auf umliegende Gebäude übergreift.

Um 9:00 Uhr atmet Marcel das erste Mal tief durch: Das Feuer ist gebannt. Von den Lagerhallen ist jedoch nicht mehr viel übrig. Inzwischen sind zahlreiche Medienvertreter eingetroffen. Das Interesse ist riesig. Die Lagerhallen gehörten zur ehemaligen Firma Visa Gloria, einem Industrie-Kulturgut in Lenzburg. Feuerwehr und Polizei sperrten das Gebiet weiträumig ab. Nun heisst es abwarten und den Brandort immer wieder überprüfen -die sogenannte Feuerwache abhalten.

© Aargauer Zeitung | Pascal Meier © Aargauer Zeitung | Pascal Meier © Aargauer Zeitung | Pascal Meier

Fotos © Aargauer Zeitung | Pascal Meier

Marcel ist müde und ausgelaugt, als ihn Andrea um neun Uhrabends abholt. Sich selbst hinters Steuer zu setzen, liegt nicht mehr drin. Seit fünf Uhr ist er auf den Beinen und am Brandort. Die Arbeit im Schreinerbetrieb musste warten. Nur noch duschen und schlafen, das ist alles, was er will. Der grösste Brand seiner Feuerwehrlaufbahn ist Geschichte.

 

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Feuerwehrmänner stehen viel auf den Beinen. Hinzu kommt die Ausrüstung, die nicht gerade als federleicht zu bezeichnen ist. Marcel Engel weiss das und hat vorgesorgt: Ihm helfen die Kompressionsstrümpfe JAMES von SIGVARIS.

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