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Von Bergen und Gletschern

Von Bergen und Gletschern

«..., 3548, 3549, 3550, ...»

Einen Fuss nach dem Anderen. Corinne zählt bei ihrem Aufstieg auf den Weissmies mantramässig ihre Schritte. Vor ihr der urchige Bergführer Bertsch. Einfach Bertsch von St. Niklaus. Sie hat ihn heute bei der Talstation in Saas-Grund getroffen. Zusammen fuhren sie bis Hohsaas auf 3098 m ü. M.. Zu Fuss ging es in angenehmem Tempo weiter in Richtung Triftgletscher. Dort erfolgte die Anseilung und die Steigeisen wurden montiert.  

 

 

 

Die heute 50-jährige Corinne ist ein regelrechter Wandervogel. Schon als Kind bestieg sie mit ihren Eltern einen Gipfel nach dem anderen. Während ihrer Teenager-Jahre legte sie das Wandern allerdings ad acta, bis sie es mit 40 neu entdeckte. Daraufhin war sie kaum mehr zu bremsen:

Kilimanjaro, das höchste Bergmassiv in Afrika  mit 5895 m ü. M.
Uturuncu, der schlafende Vulkan in den Anden mit 6008 m ü. M.
Rosablanche ein Schneeberg im Unterwallis
Galenstock, ein Berg mit schönem Klettergrat in den Urner Alpen

 

Und so weiter und so fort. Immer wieder zieht es sie auf die verschiedensten Gipfel. In den Bergen fühlt sie sich wohl und geniesst die Schönheit der Natur in ihrer Einzigartigkeit.

«..., 5771, 5772, 5773, ...»

Corinne zählt weiter ihre Schritte. Der Weissmies ist ihr erster Viertausender in der Schweiz. Eine Premiere. Dementsprechend war sie am Vorabend und Morgen vor ihrem Aufbruch nervös. Eigentlich hätte ihr erster Viertausender der Dom, 4545 m ü.M., sein sollen. Eigentlich. Letztes Jahr machte ihr die ungünstige Wetterlage einen Strich durch die Rechnung. Wie auch in dieser Saison – gleich drei Mal aus demselben Grund. Es frustrierte sie, aber Sicherheit geht nun mal vor.

«..., 7297, 7298, 7299, ...»

Corinne spürt ihren Hallux valgus schmerzhaft, den Schiefstand ihres grossen Zehs. Immer weiterlaufen. Einfach nicht anhalten. «Wieso tue ich mir das nur an», denkt sie bitter. Sie kennt diese Krise. Einmal pro Bergtour klopft sie bei ihr immer an. Dann heisst es einfach Schritte zählen und den Schmerz und die Erschöpfung ausblenden.

 

Der Aufstieg führt über den spaltenreichen Triftglescher an. Dieser ist nicht gerade anspruchslos und verlangt von Corinne einiges ab. Bertsch mit seiner besonnen Art hilft ihr. «Früher war dieser Gletscher einiges harmloser», meint Bertsch. «Die andauernde Gletscherschmelze macht ihn immer unberechenbarer».

 

 

 

«..., 10911, 10912, 10913, ...»

«Ist es noch weit?», fragt Corinne. Sie kommt sich vor wie ein Kleinkind, das mit seinen Eltern das erste Mal unterwegs ans Meer ist. Kaum sind die Worte gesagt, stehen sie auf dem Gipfel. Eine atemberaubende und beispiellose Weitsicht bietet sich ihnen an. Allalinhorn, Strahlhorn, Monte Rosa, Täschhon, Weisshorn und natürlich der Dom. Ein Viertausender nach dem Anderen reiht sich in dessen Herrlichkeit aneinander. Der absolute Wahnsinn. Corinne kann es kaum fassen. Freiheit, Dankbarkeit, Stolz und Demut. Ihre Gefühle spielen Achterbahn. Sie hat es geschafft! Ihr erster Schweizer Viertausender.

 

 

 

Nach einer Pause nehmen Corinne und Bertsch den Weg ins Tal in Angriff. Noch immer von ihren Gefühlen berauscht, bemerkt sie kaum, das ihr Körper erschöpft von den Aufstiegsstrapazen ist. In ihre Gedanken sind Ruhe und Stille eingekehrt. Zählen muss Corinne nicht mehr. Ihr Mantra ist die Erinnerung an die Aussicht vom Gipfel.

 

Nachtrag:

Corinne hat zwei Tage nach dem Weissmies den Alphubel mit seinen 4206 m ü. M. bestiegen. Und danach, wiederum mit zwei Tagen Pause, bezwang sie das Lagginhorn mit seinen 4010 m ü. M.. Man stelle sich vor: Drei Viertausender in einer Woche.

Und eines ist sicher: Im nächsten Jahr wird sie den Dom bezwingen. Garantiert!

 

 

Fussnote

 

Der passende Begleiter am Berg.

Neben einem kompetenten Bergführer ist die Ausrüstung wichtig. Für den Komfort in den Schuhen benutzt Corinne für ihre Wandertouren die MOUNTAIN SOCKS. Dank der kontrollierten Kompression wird die Blutzirkulation verbessert und fördert damit den Abtransport von Stoffwechselprodukten. Dies führt zu einer verbesserten Muskelleistung, längeren Leistungsdauer und schützt den Muskel vor Mikroverletzungen.
Die MOUNTAIN SOCKS vereinen hochmoderne Fasertechnologie mit sportspezifischer Konstruktion. Die einzigartigen Funktionalitäten sind auf die Bedürfnisse in den Bergen abgestimmt und sorgen für höchsten Wanderkomfort.

Nach intensiven Bergtouren unterstützen die RECOVERY Socks die Regeneration und sorgen für eine schnellere Erholung. Damit auch nach nur zwei Tagen der nächste Gipfel erklommen werden kann.

Hier geht es zu den RECOVERY SOCKS und hier mehr zu Mountain Socks