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„Der Nikolaus fällt dieses Jahr aus!“

„Der Nikolaus fällt dieses Jahr aus!“

02. Décembre 2014
Switzerland
(seulment en Allemand) Alle Jahre wieder kommt der Weihnachtsmann, bei Kälte und Schnee, bei Regen und Nebel, steht er an den Weihnachtsmärkten und spricht mit den Kindern, oder sitzt im Auto, um Geschenke zu überbringen. Das kann ganz schön in die Beine gehen. Denn langes Sitzen oder Stehen ist schlecht für die Blutzirkulation in den Beinvenen und steigert das Risiko chronischer Venenkrankheiten erheblich. Die Folgen sind Krampfadern und Ko, die nicht wie so manche glauben, lediglich ästhetisch ins Auge stechen, sondern unbehandelt ganz schön ins Auge gehen können.

Genauso erging es dem Nikolaus Hans Berger aus Wetzikon im letzten Jahr, als er plötzlich seinen winterlichen Job gefährdet sah. Der Hausarzt eröffnete ihm bei einer Routineuntersuchung, er müsse wegen der starken Krampfadern an seinen Unterschenkeln dringend einen Facharzt konsultieren. „Dieses Jahr fällt der Samichlaus aus“, dachte er und begab sich in die Sprechstunde zu Doktor Rohner, einem Facharzt für Gefässkrankheiten in Unterengstringen. Am 18. November 2013 wurde sein erstes Bein und bereits eine Woche später sein zweites Bein operiert. Mit rund 30 Einstichen zog ihm der Arzt die Gartenschläuche, wie Doktor Rohner Bergers Krampfadern nannte, aus den Waden. Die Operation unter Vollnarkose ist nötig, damit die Krampfadern keine bösen Folgen nach sich ziehen, wie etwa das Ulcus cruris, das offene Bein, die verheerendste Folge einer verschleppten Venenerkrankung.

Zentraler Pfeiler bei der Behandlung einer Venenerkrankung ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen. Bereits vor, aber auch nach einer Venenoperation. Vom Arzt verordnet und korrekt angepasst sind sie frei von Nebenwirkungen. Seit seiner Operation trägt Samichlaus Berger jeden Tag Waden-Kompressionsstrümpfe von SIGVARIS. „SIGVARIS hat sie speziell für mich massgestrickt und ich trage sie mehr oder weniger immer“. Er habe auch schon geschummelt, gibt er zu, und habe die Strümpfe im Sommer, wenn es allzu heiss wurde auch schon abgezogen. Wenn es sehr heiss wird, könne man die Strümpfe mit einem nassen Schwamm einfach kalt abwischen, habe ihn Doktor Rohner beraten.   

Der Nikolaus zieht Bilanz

Vor der Operation war der Nikolaus etwas nervös, gesteht er, „aber alles verlief tipp-topp“ und nach der Operation war er schnell wieder auf den Beinen. So dass er anfangs Dezember sogar seine Nikolaustouren antreten konnte. Sein Arzt, Doktor Rohner, hatte ihm geraten auf genügend Bewegung zu achten, aber sonst fand er nichts, was gegen das Chlausen sprach.  

Dieses Jahr ist er wieder total fit. Im Sommer sei er zwar nur 3000 Kilometer Rad gefahren, „aber das hätte vielmehr am Regen gelegen“, erklärt der Samichlaus aus Wetzikon. Er fahre liebend gerne Rad und Bewegung wäre gut für die bessere Durchblutung der Venen. Aber er gehe auch sehr gerne spazieren mit seiner Frau, „sind Sie schon einmal um den Neuenburgersee spaziert?“, das sei wunderschön. Früher hatte Hans Berger ständig Wadenkrämpfe. Seit der Operation ist das zum Glück vorbei und wenn er es gewusst hätte, hätte er die Operation schon früher in Angriff genommen.

Ein Nikolaus, wie ein guter Prinz

Geboren ist der Samichlaus Berger am gleichen Tag, im gleichen Jahr und fast zur gleichen Stunde wie der britische Prinz Charles. Ob der auch Krampfadern hat? Möglich ist es, denn jede fünfte Frau und jeder sechste Mann leidet an einer venösen Erkrankung, unabhängig von Adelstitel oder Beruf. 

Hans Berger ist ein lieber Samichlaus, er kniet schon mal auf Kindesaugenhöhe runter, um die Geschichten der Kinder besser zu hören oder sie zu beruhigen, wenn sie vom grossen Mann mit dem weissen Bart und den Beinen in den Kompressionsstümpfen Angst haben.

Im Winter, wenn die Nikolaussaison zu Ende ist, pflegt er die Kunst des Teppichknüpfens: 250 Knoten die Stunde, Knoten um Knoten und auch schon 54000 Knoten lang. Er würde das noch viel mehr tun, weiss aber schon nicht mehr wohin, mit den vielen Teppichen. „Dabei sitze ich oft, was nicht so gut ist für die Beinvenen, aber dann bewege ich mich auch wieder viel und schaffe so den Ausgleich.“

Nikolaus mit Krampfadern